Wie? Immer noch kein Ferienhaus für die Sommerferien gemietet? Dann wird es langsam knapp. Man ahnt ja gar nicht, womit sich ein urlaubender Wanderer beschäftigen muss. Die Wohnmobile, Vans oder Kombis von Freunden probefahren und die umklappbaren Rücksitze testen. Die TÜV-Noten von Wanderausrüstung prüfen, Ferienhaus mit Kabel-TV und W-Lan-Anschluss suchen, über die Lieferfristen schwedischer moskitosicherer Wanderblousons nachdenken, Ideen für Wander-, Walking und Talking Routen am Urlaubsorte sammeln, endlich mal ein völlig schräges Wanderbuch schreiben, mit den besten Kreativkräften der Wanderszene zusammentreffen (Hoppala?! Gehören diese Macher von „Best of Wandern“ schon dazu?) und und und. Das mit der Wanderbehausung wird langsam eng – nur noch knapp 4 Wochen bis zum Startschuss. Im Chaos versinken? Ins Selbstmitleid verfallen? Aber ich doch nicht! 😉 Ich hole mir einfach noch einen Schweizer Lindenblütentee und werfe mir eines dieser Halspastillen mit Lavendelaroma ein. Ist mir ääääächt empfohlen worden, von einem dieser echten Wandernaturburschen. Bei der Planung sollte Wanderer eben besser nix dem Zufall überlassen. Apropos: Hätte da vielleicht nicht doch noch jmd. ein nettes Ferienhaus günstig zu vermieten ( 2 Erwachsene, 3 Kinder, min 80 qm., möglichst mit grooooßer Terrasse & Meeresblick, und moskitofrei, 19.7.-16.8.)?
Lieber Kohlscheuer als Kohlsuppe
Mullerthal-Trail? Klingt Trail nicht verdächtig nach beschwerlichen Tagesmärschen, unwegsamem Gelände und Biwakieren unter freiem Himmel? Dass der Pfad als mittelschwer bis schwer (Betonung auf letzterem) kategorisiert ist, macht mir nicht gerade Mut. Aber der Fusskranken-Joker ist bereits verwirkt und unsere local leader Susanne lockt geschickt mit allerlei Mullerthal-Trail-Giveaways.
Sicherlich hat die Marketingabteilung nichts dagegen, wenn ich dieses Foto benutze, um Lothar zuhause eine Anregung für unsere anstehende Gartenumgestalung zu geben:
Die Tour ist auf jeden Fall sensationell. Zahlreiche zerklüftete Felsen und Höhlen, geschwungene Bächlein und Pfade – immer lustig rauf und runter und alles wunderbar ausgeschildert:
Den Höhepunkt bietet eine Durchquerung der bizarren Felsenwelt „Adventure Kohlscheuer“. Um den Romantikfaktor zu erhöhen, robben wir nicht mit Taschenlampen sondern mit Kerzlein durch die engen Höhlengänge. Glücklicherweise habe ich nur eine Wasser-Phobie und keine Klaustro-. Dafür stellt sich bei Tageslicht die bange Frage, wie man eigentlich Wachsflecken aus Nubukleder-Wanderstiefeln entfernt.
Diese körperlichen Strapazen erfordern natürlich eine kontinuierliche Kalorienzufuhr: zünftiges Picknick vor der Consdorfer Mühle, Kaffe und Kuchen in der Heringer Mühle und ausladende Kalte Platten im Restaurant Scharff in Berdorf. Womit wir das alles hinuntergespült haben, konnte ich dieses Mal leider nicht notieren:
PS
Ein grandioser Tag voll überbordender Eindrücke. Von Luxemburg bin ich dann mal hin und weg!



