Juwi ralla ralla la, Juwi rallarallala, hier ist wieder die Wanderschaft frohen Liedguts. Hab mich inzwischen dazu bei Nachbarn, bei Arbeitskollegen und den Anglern unten am Flüßchen gut umgehört. Meine Frage stets: „Das schönste Wanderlied, ja, gibt es denn so etwas überhaupt?“ Und, um Sorge um unsere lieben und besten Wanderer unterwegs: Was empfehlen wir ihnen denn nun als DEN ultimativen Streckensong?
- Ein eingängiges Lied sollte es schon sein.
- Gut zum Brummen, Summen, Flöten, Tröten und Mitsingen für Jedermensch.
- Der Singcharakter als Endlosschleife sollte nie unterschätzt werden, denn manch´ Wanderung dauert länger als man denkt (Unvergessene Songs: I. Pink Floyds Dark Side of the Moon endet mit einem Herzklopfen. Die Auslaufrille der LP war so beschaffen, dass der Tonarm des Plattenspielers immer wieder auf die letzte Tonrille zurückgeführt wurde, so dass sich das Geräusch des tropfenden Wasserhahns (prinzipiell) endlos lang wiederholte, wie auch II. Die letzten Töne von Paul ist tot, die Gitarre mündet in das Ticken eines Weckers, dank der Auslaufrille von Fehlfarbens „Monarchie und Alltag“ endlos).
- Für die gute Laune sollte das Infantile im Wanderlied (ja, genau – alles davon: affig, albern, beschränkt, jung, kindisch, kindlich, töricht, unfertig!!) ja nicht zu knapp ausfallen.
- Und es soll das junge wie das gereifte Wanderherz bedient werden, auf Fröhlichste.
Na, was soll das sein?
Die Wahl ist getroffen, alea iacta est, lange Rede, kurzer Sinn – genialer Song: Hier unser Wanderlied für Elisabeth, Ilka, Ingeborg, Michael, Reinhard, Steffi, Steffi und Thomas. (Just click and listen!) Mah na Mah na, juwi ralla ralla la.








Ich lausche weiter. Ich lausche aufmerksam, lausche noch mehr, lausche und lausche. Denn angeblich sollen meine Jackenfasern atmen. Schade; meine müssen noch ganz klein sein oder schon tot, denn ich höre nichts. Statt dessen ein Geschnatter von Materialienmixen, abnehmbaren Kapuzen und und und. Meine Nerven.





Ganz Winterberg ist in heller Aufregung wegen des ARD Buffet Wandertages am kommenden Sonntag. Sogar Vincent Klink wird eingeflogen (Mann, hätte der nicht auch noch Platz bei Voyages Bollig gehabt?) Da über 4000 Besucher erwartet werden, gebietet es uns die Nächstenliebe, unsere ausladenden Appartements rechtzeitig zu räumen. Dabei würden wir zuuu gerne bleiben und unseren Müttern durchs Fernsehen zuwinken. Jetzt ist man einmal am richtigen Ort – und dann zur falschen Zeit.

